
Die neue Deloitte Studie zum Arbeitsmarkt zeigt ein klares Muster: Gen Z und Millennials sind leistungsbereit, ambitioniert und technologieaffin, jedoch akzeptieren sie die klassischen Spielregeln der Arbeitswelt nur noch bedingt. Für Kanzleien und Steuerberatungsgesellschaften, die im Wettbewerb um Fachkräfte bestehen wollen, liefert die Studie wertvolle Einblicke.
Zum fünften Mal in Folge bleibt die Lebenshaltungskostenentwicklung die größte Sorge beider Generationen. Das hat direkte Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt:
• 69 % der Gen Z und 64 % der Millennials geben an, dass Wohnkosten ihre Job und Standortwahl direkt beeinflussen
• Mehr als die Hälfte verschiebt dadurch wichtige Lebensentscheidungen, von der Familiengründung bis zur Weiterbildung
Für Kanzleien ist Standortattraktivität somit untrennbar mit finanzieller Attraktivität verbunden. Nicht nur das Gehalt entscheidet, sondern die wahrgenommene Stabilität
und Planbarkeit.
Nur 6 % nennen eine Führungsposition als primäres Karriereziel. Der Grund ist nicht mangelnder Ehrgeiz, sondern eine klare Kosten-Nutzen-Abwägung:
• 50 % der Gen Z und 49 % der Millennials verbinden Führungsrollen mit Stress und Burnout
• Gleichzeitig geben 76 % der Gen Z und 67 % der Millennials an, langfristig an einer Führungsposition interessiert zu sein, unter den richtigen Bedingungen.
Führung wird nicht abgelehnt, sie wird neu bewertet. Was würde das Interesse an Führungsrollen steigern? Die Befragten nennen 3 klare Faktoren:
1. Flexible Arbeitsmodelle
2. Transparente Entwicklungspfade
3. Eine Vergütung, die der zusätzlichen Verantwortung gerecht wird
Wer Führung nicht neu denkt, wird es künftig deutlich schwerer haben, qualifizierte Nachwuchskräfte für Führungsaufgaben zu gewinnen.